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Meyers Großes Konversations-Lexikon
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Rüstow

Rüstow, Wilhelm, Militärschriftsteller, geb. 25. Mai 1821 in Brandenburg, gest. 14. Aug. 1878 in Zürich, wurde 1840 Leutnant im preußischen Ingenieurkorps. 1848 in Posen wegen der Broschüre »Der deutsche Militärstaat vor und während der Revolution« (2. Aufl., Zürich 1851) vor ein Kriegsgericht gestellt, entfloh er (im Juni 1850), trat in eidgenössische Dienste, lehrte an der Universität Zürich, wurde 1856 Major im Generalstab und ging 1860 als Generalstabschef zu Garibaldi nach Sizilien. In der Schlacht am Volturno (1. Okt.) entschied er den Sieg. Nach dem Kriege nach Zürich zurückgekehrt, ward er 1870 Oberst. R., einer der bedeutendsten neuern Militärschriftsteller, schrieb: »Geschichte des griechischen Kriegswesens« (mit Köchly, Aarau 1852; Supplement 1854 bis 1855); »Der Krieg von 1805 in Deutschland und Italien« (Frauens. 1853; 2. Aufl., Zürich 1859); »Heerwesen und Kriegführung Julius Cäsars« (Gotha 1355; 2. Aufl., Nordh. 1862); »Der Krieg und seine Mittel« (Leipz. 1856); »Die Feldherrenkunst des 19. Jahrhunderts« (Zürich 1857; 3. Aufl. 1877, 2 Bde.); »Geschichte der Infanterie« (Gotha 1857–58, 2 Bde.; 3. Ausg., Leipz. 1884); »Allgemeine Taktik« (Zürich 1858, 2. Aufl. 1868); »Militärische Biographien: David, Xenophon, Montluc« (das. 1858); »Militärisches Handwörterbuch« (das. 1859, Nachtrag 1868); »Die Lehre vom neuern Festungskrieg« (Leipz. 1860, 2 Bde.); »Die Lehre vom Gefecht« (Zürich 1864); »Die Lehre vom kleinen Krieg« (das. 1864); »Die ersten Feldzüge Bonapartes in Italien und Deutschland 1796 und 1797« (das. 1867); »Geschichte Julius Cäsars von Kaiser Napoleon III., kommentiert« (Stuttg. 1865–67); »Die Grenzen der Staaten, militärisch-politische Untersuchung« (Zür. 1868); »Strategie und Taktik der neuesten Zeit« (Stuttg. 1872–75, 3 Bde.); »Kriegspolitik und Kriegsgebrauch« (Zür. 1876), und eine Reihe von Werken über die Kriege seit 1848. – Seine Brüder: Alexander, geb. 13. Okt. 1824, war 1866 Abteilungskommandeur im 3. preuß. Feldartillerieregiment, kämpfte bei Gitschin und Königgrätz, wurde verwundet und starb 24. Juli in Hořitz; er schrieb: »Der Küstenkrieg« (Berl. 1849). – Cäsar, geb. 18. Juni 1826, war längere Zeit Lehrer an der Divisions-, später Kriegsschule in Erfurt, kam 1862 in den Generalstab und fiel als Major 4. Juli 1866 bei Dermbach. Er schrieb: »Leitfaden durch die Waffenlehre« (2. Aufl., Erfurt 1855); »Das Minié-Gewehr« (Berl. 1855); »Die neuern gezogenen Infanteriegewehre« (2. Aufl., Darmst. 1862) und »Die Kriegshandfeuerwaffen« (Berl. 1857–64, 2 Bde.).



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