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Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart
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Aar, der

Der Aar, des -en, plur. die -en, (nicht Aare), eine sehr alte Benennung aller großen Raubvögel, und besonders des Adlers, welche heut zu Tage noch am meisten in Niedersachsen üblich ist.


So wie der Aar das Huhn, der Hecht die Gründel frißt.

Opitz.


Bald werdet ihr im Meer der Hayen, am Gestade

Der Aaren Beute seyn.

Raml.


Anm. Frisch und Wachter haben die Übereinstimmung dieses Nahmens in den ältern und neuern Sprachen sehr gut gezeiget, daher ich hier weiter nichts hinzu setzen will, als das ér noch jetzt in Bretagne einen Adler bedeutet, und daß die erste Hälfte des Latein. Aruspex vermuthlich auch hierher gehöret, so wie die letzte Hälfte zu dem Geschlechte des alten spähen gerechnet werden kann.



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