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Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart
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Urne, die

Die Urne, plur. die -n, aus dem Lat. Vrna, ein Topf, Wassereimer. Man gebraucht es im Hochdeutschen nur in der edlern Schreibart von den Töpfen der Alten, besonders von denjenigen, gemeiniglich irdenen Gefäßen, worin die Alten die Asche der verbrannten Körper beyzusetzen pflegten. Ihr Nymphen, wenn ihr auf euren Urnen schlummert, Geßn. auf euren Wasserbehältnissen. Wenn ich an deiner Urne steh und weine, figürlich, für bey deinem Grabe, als eine Anspielung auf die Todtentöpfe der Alten. Im Oberdeutschen hingegen ist Urne, und nach Oberdeutscher Aussprache Urn, in manchen Gegenden auch ein bestimmtes Maß, sowohl flüssiger als fester Dinge. In Österreich kommt es den mittlern Zeiten als ein Weinmaß vor, und noch jetzt ist in Tyrol Urn oder Uern ein Maß, deren zwey ungefähr drey Wiener Eimer halten.



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