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Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart
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Scharmützel (2), das

2. Das Scharmützel, des -s, plur. ut nom. sing. ein Gefecht unter mehrern als zweyen, wo es besonders im Kriege von Gefechten unter kleinen Haufen üblich ist, welche man noch keine Schlacht oder kein Treffen nennen kann. Unter den leichten Truppen fielen häufige Scharmützel vor, statt des ungewöhnlichen, ein Scharmützel halten, und liefern, wofür im Theuerdanke Kap. 89 das noch ungewöhnlichere Scharmützel pflegen vorkommt.

Anm. Im Oberdeutschen auch ohne die Endsylbe -el, der Scharmutz, in der Schweiz Schalmütz, im Ital. Scaramuccia und Scarmiglia, im Franz. Escarmouche. Wachter leitet es von dem Griech. χαρμƞ, ein Gefecht, her, Frisch von dem Böhm. Ssermir, ein Fechter, Junius und Ihre von dem veralteten Oberdeutschen schirmen, fechten, Franz. escrimer, Ital. scrimare, im Schwed. ehedem skirma, welche doch insgesammt Eines Geschlechtes sind, und vermittelst des Endlautes m von 1 Schar, so fern es der nachahmende Ausdruck einer heftigen Bewegung ist, abstammen. Alsdann wäre die Sylbe -itz aus der Endsylbe -iß verderbt, welche in dem Engl. Skirmiss und Skirmish noch unverstellter vorhanden ist. Allein um der Endsylbe -el willen ist es wahrscheinlicher, daß unser Scharmützel aus Schar, ein Haufen, und metzeln zusammen gesetzt ist, und daher ein Gemetzel, ein Gefecht, unter mehrern bedeutet, obgleich andere es durch Schar und mischen erklären, da es denn ein Handgemenge unter mehrern bedeuten würde. In einigen Gegenden ist es männlichen Geschlechtes, der Scharmützel.



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